Aufstieg 839HM / Abstieg 594HM / 26,5 Km / 6,5 Std. Gehzeit
Unsere letzte Etappe steht bevor. Wir entschliessen uns die klassische Variante über die Gipfel Monte Gronlait und den Monte Fravort auszulassen. Das Wetter sieht am Morgen gut aus, am Nachmittag können aber Gewitter einziehen. So folgen wir wie vom Rother Wanderführer vorgeschlagen der Ausweichvariante durch das Val Cava.
Unsere Route beginnt auf 1.360 Metern und folgt zuerst der Landstrasse in Richtung Fierozzo bis wir nach ca. 2 Km einem Abzweig auf eine Forststrasse folgen. Diese führt uns mit schönen Ausblicken über Meus bis zur Agritur Malga Pletzn auf 1.690 Meter hinauf. Da es noch zu früh für eine Mittagspause ist, entschliessen wir uns weiterzulaufen und erreichen um die Mittagszeit eine wunderschön gelegene und neue gebaute Hütte. Wir genießen italienische Nudelspezialitäten und während wir überdacht auf der Terrasse speisen, erreicht uns der erste Regen auf unserer gesamten Wanderung.
Der Spuk ist schnell vorbei und wir setzen unsere Wanderung in Richtung Valico la Bassa auf 1.834 Meter fort. Auf diesem Abschnitt müssen wir uns mehrmals neu orientieren und die richtigen Abzweige finden, da der E5 hier nur sehr spärlich ausgezeichnet ist.
Als wir uns den Skigebieten langsam nähern frischt es auf und um uns herum grummelt und gewittert es. Wir ziehen erstmals unsere Regenjacken an, die wir allerdings bis zum Ende unserer Tour nicht benötigen sollten.
Nach weiteren 2 Stunden Gehzeit erreichen wir den großen Parkplatz hinter dem Refugio Panarotta und folgen noch der Zubringerstrasse Richtung Vetriolo Therme. Inzwischen donnert es um uns herum immer lauter und ein freundliches Pärchen hat ein Einsehen und nimmt uns zum nächsten Gasthof die letzten Kilometer mit nach unten.
So endet unsere Tour trocken im Gasthof, draußen gießt es in Strömen und wir warten wieder auf ein Taxi, das uns in unser bereits gebuchtes Hotel in Levico bringen wird.
Fünf schöne Wandertage, 118 Kilometer, 8100 Höhenmeter und rund 30 Stunden Gehzeit liegen nun hinter uns. Wir haben jeden Meter genossen und uns ist klar, das letzte Teilstück des E5 nach Verona muss nun auch noch bezwungen werden. Wir kommen also wieder.
Aber wir haben ja noch einen Tag Dolce Vita in Levico.
Peter vom extreme five (E5)
