E5 Süd Tag 3 von Truden zum Heiligen See (Lago Santo)

Aufstieg 1024HM / Abstieg 926HM / 27,7 Km / 7,5 Std. Gehzeit

Unser längster und anstrengendster Tag sollte bevorstehen. Gut das man dies vorher nicht weiß. Zudem gewöhnt man sich überraschend schnell an die Belastungen und wird immer wieder durch schöne Aussichten und Wegpunkte belohnt.

In Truden starteten wir wieder bei „Kaiserwetter“ und erreichten nach schweißtreibendem Aufstieg die Hornalm auf 1.710 HM nach gut 2 Stunden. Hier hieß es erst einmal durch schnaufen und die tolle Aussicht rings um die Alm genießen. Zum ersten Mal seit unserem Start auf dem E5 Süd begegneten wir beim Aufstieg zwei E5 Wanderern, die von Verona aus gestartet sind. Auffällig auf unserer gesamten Tour waren trotz Ferienbeginn in Südtirol und Italien die wenigen Wanderer und Gäste auf den Almwirtschaften.

Danach ging es stetig bergab und über Wald und Forstwege nach Gfrill. Der Weg ist nicht sonderlich spannend und zieht sich etwas in die Länge. Gegen Mittag erreichen wir Gfrill und kehren im Fichtenhof zum Mittagessen ein.

In gleicher Art und Weise ging es weiter und wir liefen gefühlt über Stunden ohne große Höhenunterschiede auf Forstwegen durch Fichtenwald, immer an einer Bergflanke entlang, die ab und zu den Ausblick auf die Talebene freigab.

Am späten Nachmittag erreichten wir das Rif. Potzmauer, ein neu erbautes, großes und sehr schön gelegenes Rifugio mit Übernachtungsmöglichkeit. Auch hier waren wir die einzigen Gäste. Auf Rückfrage berichtete man uns von einer deutschen Wandergruppe, die zwei Tage vorher hier Rast machte. Die Gruppe sollten wir am Folgetag treffen.

Wir folgen weiter dem Fahrweg für ca.1,5 Stunden auf der Kammhöhe und laufen dann  leicht abfallend durch Fichtenwald dem Lago Santo entgegen.

Gegen 17.30 Uhr erreichen wir die einzige Unterkunft am See, das Albergo Lago Santo, eine 1* Unterkunft mit Etagendusche und Etagentoilette. Auch hier sind wir die einzigen Gäste und nach einer Stunde ist das Zimmer bezugsfertig. Alles ist sauber und die Betten sind zwar etwas weich und durchgelegen, was bei entsprechender Müdigkeit aber keinen Nachteil darstellt. Wir essen eine Kleinigkeit zu Abend und beschliessen am nächsten Tag früh aufzubrechen und unterwegs zu frühstücken.

 

Peter vom extreme five (E5)

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