E5 Süd Tag 2 von Deutschnofen nach Truden

Aufstieg 911HM / Abstieg 1053HM / 24,7 Km / 6,5 Std. Gehzeit

Nach einem ausgiebigen Frühstück benötigten wir 45 Minuten durch dichten Wald um auf den eigentlichen E5 Richtung Kloster Maria Weißenstein zu gelangen. Der Morgen empfing uns bereits mit azurblauen Himmel und es sollte ein herrlicher Wandertag werden. Hinter Deutschnofen steigt der Weg zum Kloster stetig und immer steiler werdend an. Immer einem Forstweg folgend und an 14 Kreuzwegstationen vorbei, erreichten wir nach 2 Stunden Gehzeit das Kloster. Wir besichtigten die Anlage und legten eine kurze Rast bei nun schon sommerlichen Temperaturen ein.

Wir wählten die Variante über die Laneralm, um uns die Bletterbachschlucht anzuschauen. Die Schlucht gibt spektakuläre Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Alpen wieder und entstand durch Verwitterung und Abtragung im Laufe der letzten 15.000 Jahre. Wir erreichten die sehr schön gelegene Laneralm um die Mittagszeit und nutzen die Gelegenheit für eine kleine Brotzeit. Leider wurde uns mitgeteilt das aufgrund des vielen Regens in den letzten Tagen und Wochen ein Abstieg in die Bletterbachschlucht aufgrund der Gefahr von Steinschlag für Wanderer verboten ist. Wir sind trotzdem zum Empfang im Geozentrum gelaufen und haben uns als E5 Wanderer mit dem Ziel Radein zu erkennen gegeben. Nachdem wir versichert hatten auf dem Hauptweg zu bleiben wurden wir ohne Eintritt zahlen zu müssen mit Helmen ausgestattet, die wir im Geo-Museum in Radein wieder abzugeben hatten. Ein toller Service!

Wir sind dann in die Schlucht auf steilen Wegen und zum Teil über Treppen und Leitern abgestiegen, natürlich immer dem gut markierten Hauptweg folgend. Am Boden überquert man das Bachbett und steigt dann auf der gegenüberliegenden Seite wieder steil nach oben. Gegen 14 Uhr sind wir dann im Geo-museum in Radein angekommen und haben die Helme bei einer netten Dame abgegeben, die uns noch weitere Informationen anhand gab.

Etwas später erreichten wir den Zirmerhof in Oberradein. Der Zirmerhof ist ein  Traditionsgasthof für den gehobenen Anspruch mit einer wunderschönen Terrasse, die einen herrliche Panoramablick bietet. Die Ausstattung ist luxuriös, die Zimmerpreise entsprechend. Wir können den kurzen Abstecher zum Zirmerhof nur empfehlen und sei es für eine Kaffeepause oder um die Kuchenauswahl zu genießen.

Über Teerstraßen führte uns der Weg bis zum Wastlhof auf 1.490 HM und dann stetig und immer steiler bergab durch den Wald nach Unterradein mit noch 1.090 HM. Langsam ließen die Kräfte nach und uns war klar es nicht mehr über den Ziss-Sattel zur Hornalm auf dann 1.710 HM zu schaffen. Zudem verläuft der Weg nach Kaltenbrunn und Truden zum Teil über Landstraße, sodass wir zusätzlich den hohen Tagestemperaturen ausgesetzt waren. Ein letzter Anstieg durch den Wald und wir erreichten Truden als unser neu gewähltes Tagesziel gegen 18 Uhr. Wir suchten uns den Trudener Hof im Zentrum als Unterkunft aus, indem wir die einzigen Übernachtungsgäste waren. Das Personal war sehr freundlich und am Abend schauten wir ein EM Spiel auf der Terrasse des Hotels mit der gesamten Nachbarschaft an.

So konnten sich am Abend die Füße wieder erholen und die Erschöpfung vom langen Wandertag baute sich über Nacht wieder ab.

Peter vom extreme five (E5)

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