E5 Etappe 3 Memminger Hütte – Zams

Etappe 3 steht an und somit die erste richtige Härteprüfung. 370 Höhenmeter aufwärts und ein sehr langer Abstieg nach Zams mit 1840 Höhenmetern.

Nach kurzer Nacht, Bernd weckte mich trotz Oropacks 4 mal wegen zu lautem Schnarchens, um daraufhin 2 mal selbst zu schnarchen (kann man nur sportlich nehmen und 4:2 für mich werten), machten wir uns bei stürmischen Wetter und Regen wieder auf den Weg.
Im übrigen stand der Sport die nächsten Tagen im Mittelpunkt. Am heutigen Tag fand das Fußball WM Spiel um Platz 3 und 4 statt und am nächsten Tag das später historische Endspiel am 13.07.2014 mit dem Spiel Deutschland gegen Argentinien. Dazu später mehr.

In gut 1,5 Stunden meistern wir den Aufstieg zur Seescharte und erklettern diese über ein Seil gesichert ohne Probleme und erreichten anschliessend den Zugang zum Inntal. Danach beginnt ein endlos anmutender Abstieg in Lochbachtal und danach durch das Zammer Loch.
Die ersten 2 Stunden gehen steil bergab über Geröll und Felsen bis zur Oberlochalm. Dies erfordert je nach Witterung andauernde Konzentration und ist für die Knie eine große Belastung, da kaum erholsame Flachpassagen oder Anstiege zu verzeichnen sind. Unterwegs trafen wir Klaus und Hans mit denen wir auf der Unterlochalm eine Brotzeit einnahmen.
Bernd war wieder vorausgegangen und versprach eine Unterkunft in Zams zu besorgen.

Gegen 14 Uhr brachen wir zum letzten Teilstück auf. Auf einem steilen, zum Teil in den Fels gesprengten Steig und später in Serpentinen führt der Weg hinunter nach Zams. Für Alex Knie wurde die Belastung immer stärker und wir machten öfter eine Pause. Gegen 16 Uhr erreichten wir Zams bei Sonnenschein und sofort wurde die Stimmung besser, vor allem als direkt am Ortseingang ein Grillfest des örtlichen Klettervereins auf unserem Weg lag. Was lag näher als eine Rast nach der anstrengenden Etappe mit einem kühlen Bier.

Danach ging es ins Gasthaus Gemse, indem auch Klaus und Hans untergebracht waren. Wir beschlossen den Italiener nebenan zu besuchen und wurden dort mit riesigen Pizzas belohnt.
Die netten Inhaber trockneten in der Zwischenzeit meine wichtigsten Kleidungsstücke, die ich am nächsten Morgen in Empfang nehmen konnte.

Am Ende des Tages stellte sich leider heraus, das Alex aufgrund der Knieprobleme von der Tour nach Zams den E5 leider nicht mehr fortsetzen konnte. Nach dem Frühstück am nächsten Tag ging es für Alex wieder nach Hause.

Für alle anderen Wanderer war eine wegweisende Entscheidung zu treffen!
Fußballendspiel am nächsten Tag anschauen oder auf der Braunschweiger Hütte um 22 Uhr die Gletscherruhe auf 3000 Meter genießen?
Natürlich überhaupt keine Frage! Ich habe die Braunschweiger Hütte storniert, mit Klaus und Hans eine erholsame Tagesetappe nach Wenns vereinbart und im Hotel Alpina ein Zimmer reserviert, mit der Aussicht auf Sauna und Pool, gemütlichen Abendmenü und anschliessendem Fußballevent. So kam es dann auch und Deutschland wurde Weltmeister. Nicht auszudenken das eventuell verpasst zu haben.

– auch wenn die Folgeetappe nach dem Endspiel dann an die Grenzen ging –

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Peter vom extreme five (E5)

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