Es wird wieder Zeit ein paar Eindrücke zu teilen. Geplant war die Reise schon länger, wurde aber immer hinter anderen Vorhaben zurückgestellt.
„Roadtrip“ ist an dieser Stelle ein etwas irreführender Begriff, beschreibt aber die vorgegebene Art der Reise. In etwa so: Verbringe nie mehr als zwei Tage in einer Stadt, benutze unterschiedlichste Verkehrsmittel und immer den Blick für etwas neues offenhalten. So wird ein Städtetrip auf Dauer zu einem kleinen Microabenteuer.
Geplant wurde die Reise durch meine Frau, akribisch am iPad Reißbrett entworfen, unter Zuhilfenahme aller derzeit verfügbaren Online Tools bis zur abschliessenden Buchung der Unterkünfte über booking.com. Im Nachhinein ist festzustellen, das durchaus Talent in der Reiseplanung und Organisation zu erkennen ist. Ein Berufswechsel in die spezialisierte Tourismusbranche schein ratsam.
Unsere Tour:
1. Station: Flug von Frankfurt nach Madrid mit zwei Übernachtungen
2. Station: Schnellzug von Madrid nach Sevilla und wieder zwei Übernachtungen
3. Station: Jetzt mit dem Mietfahrzeug von Sevilla mit Stop in Cordoba, danach nach Granada mit zwei Übernachtungen
4. Station: Ronda Besichtigung und danach weiter nach Arcos. Die weißen Städte besichtigt und eine Übernachtung
5. Station: Von Arcos nach Cadiz und eine Übernachtung
6. Station: Von Cadiz nach Tarifa mit zwei Übernachtungen
7. Station Tarifa nach Malaga und eine Übernachtung
8. Rückflug nach Frankfurt
Insgesamt waren wir 12 Tage unterwegs und haben mit dem Mietfahrzeug knapp 1.000 Kilometer zurückgelegt. Die Städteauswahl, Route und Anzahl von Übernachtungen können wir nun bedenkenlos empfehlen ohne das zu irgendeinem Zeitpunkt Hektik aufkommen muss. Über die einzelnen Sehenswürdigkeiten werde ich an dieser Stelle nicht berichten, hier gibt es die bekannten Reiseführer und Informationsquellen. Zudem hat jeder Reisende seine individuellen Themenschwerpunkte.
Was ist uns besonders aufgefallen?
– Von Madrid haben wir mehr Flair erwartet. Die Stadt kümmert sich zudem zuwenig um Ihre Bedürftigen Bewohner und Obdachlosen. Die hohe Arbeitslosigkeit gerade unter Jugendlichen in Spanien ist klar erkennbar. Dies stellt keine Bewertung dar, es ist nur auffällig und sicherlich in Deutschland in Städten wie Frankfurt oder Berlin nicht anders oder sogar stärker ausgeprägt.
– Sevilla war die „schönste“ Stadt mit einer Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, Plätzen und dem Flair wie man es auch aus italienischen Städten wie Verona oder Siena kennt.
– Cordoba mit der Mezquita-Cathedral ist ein Muss und in dem angrenzenden jüdischen Viertel läßt sich gut durch die engen Gassen schlendern. Es reicht aber ein halber Tag für die Besichtigung.
– Granada hat eher Großstadtflair, gepaart mit einer weiteren Top Sehenswürdigkeit, der Alhambra. Gegenüber liegt das verwinkelte Araberviertel, mit einem Terrassenplatz auf dem sich am Abend hunderte von Leuten versammeln, die den Sonnenuntergang hinter der Alhambra genießen.
– Ronda und Arcos sind beide sehenswert. Ronda war schon Mitte März stark touristisch frequentiert und bietet deutlich mehr an Sehenswürdigkeiten. Wir haben Sonntags in Arcos übernachtet und nur sehr wenige Touristen waren noch im Ort unterwegs. Wer Abends mehr erleben möchte, sollte in Ronda übernachten und gegebenenfalls Arcos einen Kurzbesuch abstatten. Eine Tiefgarage gibt es mitten im Ort.
– Cadiz war schöner wie gedacht, mit mediterranem Flair , gutem Fisch und schönen Promenaden immer am Meer entlang.
– Tarifa ist geeignet zum entspannen, sonnenbaden und Kite Surfen (wer kann und möchte). Wir hatten dauerhaft Windstärke 8 bis 9, da wurde selbst der Küstenwanderweg ab Tarifa zur Herausforderung.
– Malaga war ein schöner Ort um den Besuch in Andalusien abzuschliessen und mit den letzten Tapas die Rückreise anzutreten. Unbedingt das urige El Pimpi ansteuern.
Hier noch ein paar Bildimpressionen von unser Tour:
Madrid:








Sevilla:







Cordoba:








Granada:











Ronda:






Arcos:





Cadiz:










Tarifa:











Malaga:













