Nach einem reichlichem Frühstück verließen wir am frühen Morgen die Vingerklip Lodge. Die Paviane schauten uns gänzlich uninteressiert beim Öffnen und Schließen des Haupttores zu. Nach kurzer Fahrt auf einem Pad geht es unspektakulär über die C35 über Outjo immer in Richtung Anderson Gate, dem östlichen Zugang zum Etosha Nationalpark.
Die Erwartungen stiegen mit jedem Kilometer, sollte doch die Tierwelt von Etosha das Highlight unserer Reise werden. Gegen 10 Uhr erreichten wir das Gate, tankten den Wagen nochmals voll, bezahlten das Permitt und entschlossen uns den Umweg über das Wasserloch Okaukuejo hin zum Märchenwald zu nehmen, bevor wir uns an die Querung des Parks machten. Bereits nach 10 Minuten konnten wir begeistert die ersten Elefanten sichten. Am Wasserloch dann die erste Enttäuschung, da schlichtweg keine Tiere anwesend waren. Nach ca. 1 Std. langweiliger Fahrt durch eine eintönige Landschaft erreichten wir den sogenannten Märchenwald. Im Nachhinein können wir die Fahrt dorthin nur Baumliebhabern empfehlen. Den gleichen Weg ging es dann genauso öd und ohne Tiersichtungen 1 Std. bis zum Anderson Gate zurück.






Nach einer kurzen Mittagspause fuhren wir die einzelnen Wasserlöcher ab, immer in Richtung Lindequist Gate. Schon nach kurzer Zeit begegneten uns viele Antilopen, Giraffen und die obligatorischen Warzenschweine. Wir waren überwältigt von der Artenvielfalt und auch der Anzahl der Tiere die unseren Weg kreuzten oder beobachtet werden konnten. In der Weite des Etosha Parks verlieren sich die Besucher, sodass selbst an den Wasserlöschern kaum mehr als 3 – 5 Fahrzeuge zeitgleich waren.
Absolut lohnenswert ist ein Abstecher zum Etosha Lookout. Eine schmale Straße führt ca. 1 km direkt in die Etosha Pfanne hinein. Am Wendepunkt bietet sich ein herrlicher Blick in die endlos anmutende Weite der Pfanne. Dies war auch der einzige Ort, andem wir unser Fahrzeug verließen um zu fotografieren. Jedes sich nähernde Tier hätte man kilometerweit im Vorfeld erblicken können.







Am späten Nachmittag verließen wir völlig begeistert den Park durch das Lindequist Gate und erreichten nach wenigen Minuten die komfortable Mokuti Lodge. Die Lodge ist großzügig angelegt und war mir bereits durch einen Besuch 20 Jahre vorher bekannt. Den späten Nachmittag verbrachten wir am Pool und genossen später ein vorzügliches Abendessen mit hervorragenden Weinen im Freien.
Etosha hatte unsere Erwartungen voll erfüllt und wir waren auf den zweiten Tag im Tierparadies gespannt.
Namibia Dessert Tour Tag 9 (coming soon)
