Eine lange und einsame Etappe steht bevor. Hätten wir diese Etappe an die vorherige angehängt, wie ursprünglich geplant, hätten wir im Wald übernachten müssen.
Vom Coe-Pass 1.610m geht es diesmal mit Frühstück leicht bergan, durch Waldgebiet, bis wir auf eine Fahrstraße stoßen. Dieser folgen wir lange bergauf mit schönen Rundblicken bis hinauf zum Monte Maggio auf 1.853m. Wir gehen zum Gipfelkreuz und blicken zum Coe-Pass zurück und machen ein Photo.






Danach queren wir die Ostflanke des Berges mit steil abfallender Flanke und steigen steil durch den Wald nach unten in Richtung Passo della Borcoloa auf 1.249m ab. Stetig geht es steil in Serpentinen durch schattigen Wald bergab, bis wir bei 1.485m auf einen alten zerfallenen und rostigen Lastwagen treffen. Was dieser hier suchte oder wie er es dorthin geschafft hat erschließt sich mir bis heute nicht.
Nach ca. 3 Std., wir sind inzwischen immer langsamer wie vom Wanderführer getaktet, erreichen wir den Passo della Borcola und gehen 100m abwärts zur Azienda Agricola Carotta Stefano zum Nudelessen. Die Stärkung benötigen wir auch für das Restprogramm.


Am frühen Nachmittag verlassen wir die Azienda und dürfen direkt 650HM in Serpentinen aufsteigen. Gefühlte 3 Std. später erreichen wir auf 1.845m die verfallene Malga Costa. Immer wieder kommen wir an verfallene Kriegsstellungen und Unterständen vorbei. Die Wege ziehen sich und auf grobem Schotter nähern wir uns dem Refugio Lancia.







Wir erreichen das Refugio Lancia gegen 17.00 Uhr und unterhalten uns mit dem einzigen E5 Wanderer, den wir auf unserer Tour getroffen haben. Ihn zieht es aber später noch weiter bis zum Refugio Papa, an dem wir morgen vorbeikommen werden.


Unsere Vorresevierung war nicht nötig, es werden lediglich sechs Übernachtungsgäste am Abend versammelt sein. Wir bekommen ein 2er Zimmer mit Stockbetten und jeder eine Münze für 3 Minuten warmes Wasser in der Dusche.
Um Punkt 19 Uhr gibt der Hüttenwirt das Abenessen aus, bestehend aus einem leckeren 3 – Gänge Menü und Nachtisch, das man in einer abgelegenen Alpenvereinshütte so nicht erwartet hätte. Super! Großes Kompliment! Um 22 Uhr gehen naturgemäß die Lichter aus und wir freuen uns auf die morgige Etappe durch die Gebirgslandslandschaft des Pasubio und seiner historische Geschichte.
Tag 3: Gehzeit 8:14 / 21,63km / Aufstieg 1.252HM / Abstieg 1.051HM
Peter Daunke vom extreme E5
