Das Dünengebiet von Sussusvlei und Umgebung stand heute auf dem Programm. Sicherlich einer der Highlights jeder Namibia Tour. Um 7.30 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Sesriem zum Eingangstor des Parks. Ein Wächter notierte das Kennzeichen und die Einfahrzeit. Im Park selbst darf nicht übernachtet werden und zum Sonnenuntergang müssen alle Besucher den Park wieder verlassen haben. 400 Metern weiter erreicht man ein kleines Gebäude indem ein Permit für rund 15 N$ zur Einfahrt berechtigt.
Durch den Park führt eine asphaltierte Straße auf der nur Tempo 60 erlaubt ist. Jegliches Verlassen der Straße ist strengstens untersagt. Aussteigen ist nur an den markierten Aussichtspunkten erlaubt. Wir fuhren ca. 30 Minuten durch eine faszinierende in unterschiedlichen Rottönen leuchtende Wüstenlandschaft bis zur berühmten Düne 45. Wir können nur empfehlen die Düne zu besteigen. Auch wenn 300 Höhenmeter schweißtreibend durch tiefen und feinen Wüstensand zu erklimmen sind, lohnt sich der Rundblick über die gesamte Parklandschaft.
Nach einer kurzen Rast und Trinkpause erreichten wir gegen 11 Uhr den Parkplatz vor Sossusvlei. Die restlichen 5 Kilometer führen durch tiefen Sand mit ebensolchen Spurrillen, die nur von erfahrenden Allradfahrern befahren werden sollten. Immer wieder müssen Fahrzeuge aufwendig aus dem Sand gezogen werden. Die Parkverwaltung organisiert den Transport der Besucher in entsprechend geländegängigen Fahrzeugen gegen kleines Entgelt. Wir mussten maximal 15 Minuten auf eine Mitfahrgelegenheit warten. In Sussusvlei angekommen entschieden wir uns das Deadvlei zu besuchen, von dem wir schon viele international prämierte Fotos gesehen hatten.
Deadvlei erreichten wir nach 45 Minuten beschwerlichen Fußmarsches durch tiefen Sand bei inzwischen 40 Grad Hitze. Aus dem ockerfarbenen harten Grund ragen ausgetrocknete Karmeldornbäume auf. Dies bilden vor den roten Dünen je nach Tageszeit und Licht einem Fotografen beste Kontraste und Bildkompositionen. Nach einer halben Stunde machten wir uns wieder auf den Rückweg um langsam aus der Hitze und Sonne zu kommen. Eine Empfehlung an dieser Stelle: Immer viel trinken, eine Hut oder Kappe tragen und mindestens Sonnenschutzfaktor 30 benutzen, besser noch höher.
Die Klimatisierung unseres Fahrzeuges sorgte für die ersehnte Abkühlung auf der Rückfahrt Richtung Eingangstor. Einen Programmpunkt hatten wir noch auf der Tagesordnung. Kurz vor dem Tor zweigt eine kleine Schotterpiste zum Sesriem Canyon ab. Der Canyon ist ca. 1km lang und 30m tief und kann vom Parkplatz aus begangen werden. Wir stiegen in den Canyon ab und folgten eine Weile dem ehemaligen Flußverlauf, meistens geschützt durch den Schatten der Felsüberhänge.
Wieder zurück im Fahrzeug erreichten wir gegen 16 Uhr unsere Lodge und nahmen direkt im Anschluss an einer organisierten Fahrt im offenen Safari Fahrzeug durch die Welt des Namib Naukluft Parks teil. Dieser endete natürlich mit einem Sundowner mitten in der Wüste und bildete den Abschluss eines erlebnisreichen Tages in der Wüstenlandschaft von Namibia.
