Namibia Dessert Tour Tag 2

Nach einem guten Frühstück starteten wir in den 2.Tag. Wenn der Wagen anspringen würde! Wie konnten wir annehmen das ein SUV in Namibia nicht automatisch die Scheinwerfer ausschaltet, wenn der Motor abgestellt wird. Die Batterie meinte es schliesslich gut mit uns und der Motor sprang trotzdem sofort an. img_0208 img_0206 img_0199 img_0198 img_0209

Unser Tagesziel heute war die Africa Safari Lodge in Mariental/Kalahari. Ein klassischer „moving day“ Richtung Süden und zu den Sehenswürdigkeiten der Namib und dem Atlantischen Ozean. Nach einem kurzen Studium der Übersichtskarte unseres Dumont Reiseführers entschieden wir uns für die kürzeste Strecke quer durchs Landesinnere. Allerdings bedeutet dies nur auf Sandpisten zu fahren, den sogenannten Pads und somit sicherlich viel länger unterwegs zu sein. Aber genau dafür hatten wir ja unser 4×4 Fahrzeug ausgesucht und gebucht. Im Nachhinein die einzig richtige Entscheidung. Unsere Tour hätten wir im normalen PKW nicht bewältigen wollen.

Der Linksverkehr stellte keinerlei Problem dar. Wir bekamen teilweise stundenlang kein Fahrzeug zu Gesicht. Gewöhnungsbedürftig war allerdings, sich genauso lange von den Querrillen durchschütteln zu lassen und je nach Sanddichte auf dem Belag schwimmend oder rutschend mit 60 bis 80 km/h unterwegs zu sein. Schneller zu fahren ist nicht ratsam, was die Statistik der tödlichen Unfälle sich überschätzender Fahrer in Namibia belegt. Warum auch? Wir haben alle Zeit der Welt und wollen schliesslich von der Landschaft etwas sehen. Zudem ist es einfacher den Antilopen, Warzenschweinen oder Ziegen auszuweichen, die immer wieder unvorhersehbar die Straße queren. Neu für uns war auch das dauernde Öffnen und Schliessen von Gattern, durch die die einzelnen Farmen Ihren Tierbestand auseinanderhalten. Zudem steigt man nicht nur in die Hitze von gut 40 Grad, sondern auch mitten in der Wildnis aus. Das ungute Gefühl hierbei legt sich aber rasch, Gefahr droht eigentlich nur in den Tierreservaten, dort ist allerdings jegliches Aussteigen streng untersagt.

Am Nachmittag erreichen wir mit den ersten Eindrücken von Weite und Steppe so weit das Auge reicht, gepaart mit etlichen Tierbegegnungen die geteerte Landstraße B1 nach Mariental. Am Ortseingang tanken wir auf und nehmen die Einkaufsmöglichkeit in einem großen Spar Supermarkt war. Das Fahrzeug wird eingewiesen und Security Personal ist reichhaltig vorhanden, Vielleicht weil es hier Alkohol und Tabak zu kaufen gibt. Zumindest fühlten wir uns hier sehr sicher, was bei späteren Stopps nicht immer der Fall war. Den Markt umgab eine vom Personal gepflegte Rasenfläche, Rasen ist in dieser Region eher selten, sodass die Einwohner von Mariental diese als Park und zum Picknick nutzen.

30 Minuten später erreichten wir die Einfahrt zu unserer Lodge und nach einem Sicherheitscheck am Tor wurden wir mit einem Elektocart zur Rezeption und danach zu unserem Chalet gebracht. Die Lodge wurde uns vom Reisebüro als einfacher Standard vorgestellt, entpuppte sich aber durch einen tierischen Event (Bericht folgt gleich), den schönen Chalets, dem aufmerksamen und freundlichen Personal und der hervorragenden Küche als Geheimtip.

Nach Ankunft und Dusche gönnten wir uns zunächst ein eiskaltes Bier auf der Terrasse. Dort stellten wir uns die Frage, was ein durch Rasensprenger spärlich hergestellter Rasenstreifen vor einem fast ausgetrocknetem Wasserloch für einen Sinn macht. Für das Auge des Besuchers vor staubiger und trostloser Steppe bis zum Horizont vielleicht ein kleiner Farbtupfer. Lediglich eine einzelne Antilope schien sich hierher verirrt zu haben. Unsere Erwartungshaltung für ein Tiererlebnis am Abend war ziemlich am Tiefpunkt angelangt. Wir wurden eines besseren belehrt.

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Um 18 Uhr traten wir vor die Tür um mit den anderen Gästen den Sundowner zu genießen. Nach einem Meter blieben wir allerdings abrupt stehen (Event) und überlegten wir wir an dem riesigen Nashorn, keine 10 Meter vor uns, vorbeikommen könnten. Da das Tier sich ausschliesslich um die saftigen Grashalme zu kümmern schien, schlichen wir quasi unbemerkt an dem Tier vorbei zum Abendessen. Das Rätsel um die angelegte Rasenfläche war geklärt und im Laufe des Abends konnten wir neben dem Nashorn noch  eine Vielzahl von Antilopen und die allgegenwärtigen Warzenschweine beobachten.

Das Restaurant zauberte ein Klasse 4-Gang Menü, der gut gekühlte Weißwein aus Südafrika mundete hervorragend und am Lagerfeuer liessen wir einen überraschend eindrucksvoller Tag ausklingen.

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Weiter geht es mit Tag 3

 

 

 

 

 

Veröffentlicht von Peter Daunke

Ich bin beruflich stark engagiert und teile gern Meinungen und Erfahrungen im Management und Vertrieb. In der freien Zeit sind Wandertouren mit Frau und Freunden ein perfekter Ausgleich und auch der Golfsport gehört zu meinen Leidenschaften.

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