Kammüberschreitung der Nagelfluhkette an Pfingsten 2014

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IMG_3104Wir haben es geschafft!
Meine zwei Söhne 15 und 19 Jahre und ich selbst 50 Jahre alt haben die Nagelfluhkette im Allgäu überquert.
Beschreibung der Geographie in Wikipedia:

„Die Nagelfluhkette erstreckt sich im Westteil der Allgäuer Alpen westlich des Illertals, in dem die deutschen Städte Sonthofen und Immenstadt liegen. Dazwischen befindet sich Blaichach, von wo sich die Kette auf etwa 20 km Länge in westsüdwestlicher Richtung bis zum österreichischen Hittisau zieht. Die deutsch-österreichische Grenze verläuft am Sattel zwischen Hohenfluhalpkopf und Hochhäderich (Hoher Häderich) über den Gebirgskamm.“

Die Nagelfluhkette gehört zu den letzten höheren Erhebungen der Alpen, ehe sich weiter nördlich das Alpenvorland des Allgäus anschließt. Im Norden befindet sich das Tal der westwärts fließenden Weißach, im Südosten erhebt sich jenseits vom Tal des nordostwärts fließenden Aubach die Hörnergruppe. Östlich vorbei führt im Illertal in ihrem Abschnitt Sonthofen-Blaichach-Immenstadt die B 19.
Ein Teil der Überquerung verläuft auf den bekannten Fernwanderwegen E4 und E5.

Da ich den E5 von Oberstdorf nach Bozen noch dieses Jahr in Angriff nehmen möchte und meine Söhne mir zum Geburtstag eine Bergwanderung mit Hüttenübernachtung „geschenkt“ hatten, erschien mir die Tour ideal einen Einblick hinsichtlich den Anforderungen auf dem E5 zu bekommen.

Eins vorweg. Wenn jede Etappe so anspruchsvoll wäre, wäre der E5 selbst für sportliche Flachland Tiroler nicht begehbar.

Wir sind die Tour von Immenstadt aus vom Mittaggipfel gestartet und haben am Tag vorher das Auto am großen Parkplatz der Hochgratbahn geparkt (4€ für 2 Tage). Den Anreisetag haben wir mit einer kleinen Wanderung nach Oberstaufen verbracht und auf einer gemütlichen Alpe den selbst hergestellten Käse mit Röstkartoffeln genossen (38€ für 3 Personen mit Getränken). Anschliessend mit dem Bus nach Immenstadt (10€) und mit der Mittagbahn zur Mittelstation (€48 Kombiticket mit der Hochgratbahn), wo wir eine Übernachtung im Gasthaus im Bettenlager gebucht hatten (€160 mit Getränken,Übernachtung und Essen). Die Wirtsleute waren außerordentlich hilfsbereit und nett und haben wertvolle Tipps gegeben und Reiseproviant gestellt. Die Wanderung verläuft ohne Einkehrmöglichkeit und an nächsten Tag waren auf den Gipfeln Sonne pur und 25 – 28 Grad vorhergesagt.Wir haben 3 Liter Wasser mitgenommen, mindestens einen Liter zu wenig bei diesen Temperaturen!

Am Sonntag um acht Uhr den 08.06.ging es nach einem reichhaltigen Frühstück mit der ersten Bahn nach oben auf den Mittaggipfel und von dort zum ersten von neun Gipfeln, die es zu erklimmen galt. Das Wetter war perfekt, Sonne pur ohne eine einzige Wolke und eine unglaubliche Sicht und Panorama in jede Richtung.
Nach dem Bärenköpfle ging es schweißtreibend hinauf zum Steinberg 1660m.Dann zum Steineköpfle und wieder hinauf zum Stuiben 1749m. Die Strecke hat es bereits in sich. Eine ca.20 Meter lange Leiter verkürzt den Weg zum Gipfel des Stuiben, wer es sich zutraut. Ein Weg von ca. 15 Minuten führt auch zum Ziel. Zudem sind einige Stellen drahtversichert und für den ungeübten Bergwanderer durchaus eine Herausforderung. Grundsätzlich sollte die Tour nur von geübten und trainierten Wanderern ausgeführt werden. Wir haben etliche Wanderer umkehren gesehen.
Nach fast 7 Stunden Gehzeit mit Pausen kamen wir unterhalb des Hochgrates entkräftet an und waren nicht mehr sicher die letzte Bahn ins Tal zu erwischen (16.30 Uhr) und entschieden uns für den Talabstieg von 1,5 Stunden. Dieser zehrte allerdings weiter an den Kräften, verläuft dieser fast ausschließlich auf Geröll.
Nach 8 Stunden und 57 Minuten, Anstieg 1136m und Abstieg 1160m sind wir erschöpft, aber stolz wieder am Auto angekommen. Vor allem meinen Söhnen gebührt Respekt, die die Tour aus dem Stand gemeistert haben.
Wir sind noch kurz in Stubis in einem schönen Biergarten eingekehrt (direkt an der Hauptstrasse (Essen €40) und um 22.00 Uhr wieder an der Bergtrasse angekommen.
Eine tolle anspruchsvolle Tour, die man in 2 Tagen unternehmen kann, mit moderaten Mitteln (Gesamt € 300), mit faszinierenden Panoramen und auf sehr schönen Wegen.
Sehr empfehlenswert.

Peter

Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nagelfluhkette
http://www.nagelfluhkette.info
http://www.mittagbahn.de
http://www.oberstaufen.de/natur/sommer/
http://www.staufner-haus.de/html/html/index2.htm

Veröffentlicht von Peter Daunke

Ich bin beruflich stark engagiert und teile gern Meinungen und Erfahrungen im Management und Vertrieb. In der freien Zeit sind Wandertouren mit Frau und Freunden ein perfekter Ausgleich und auch der Golfsport gehört zu meinen Leidenschaften.

2 Kommentare zu „Kammüberschreitung der Nagelfluhkette an Pfingsten 2014

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