

Wir ignorierten den Wetterbericht der letzten Tage und starteten am Feiertag zu einer Tagestour nach Boppard und Rüdesheim.
Erfahrene Tourplaner berichten von sorgfältig ausgearbeiteten Strecken mit ausführlichen Beschreibungen bis zur genauen Festlegung von Tankstopps und Pausen. Wo bleibt denn bitte der Überraschungsmoment und die Offenheit für neue Strecken und Gegebenheiten? Nicht unser Ding.
Wir planen daher nur das Ziel und die wesentlichen Streckenpunkte. Ein Beispiel für diesen Tag findet Ihr in der Galerie. Hierfür benötigen wir nicht einmal ein Navi. Das Kopfnavi ist völlig ausreichend.
Gestartet sind wir auf uns bekannten Strecken durch die Pfalz über Worms, Guntersblum nach Bad Kreuznach. Weiter ging es über die Nahe Weinstrasse, nur gebremst durch feierliche Prozessionen in dem einen oder anderen kleinen Dorf. Einer dieser Prozessionen war der Grund vom ursprünglich geplanten Weg abzuweichen.
Wie so oft bei ungeplanten Ereignissen, wurden wir auch diesmal nicht enttäuscht. Ein netter Feuerwehrmann stellte uns zwei Strecken zur Auswahl. Da wir beide nicht kannten, nahmen wir eben den ersten Vorschlag an, ein Volltreffer. So lernten wir die 108 kennen, der wir bis nach Tiefenbach folgten. Leider war die enge und kurvenreiche Strasse, die lange und einsam durch den Hunsrück führt durch den Dauerregen verdreckt und oft mit Schotter bedeckt. Im Sommer sicherlich eine sehr schöne Strecke, die wir nochmals fahren werden, zudem die Temperaturen auf den Anhöhen bis auf 6 Grad fielen!
Weiter ging es über Kastellaun und die Hunsrückhöhenstrasse nach Boppard. Bei einem Tankstop kontaktierten wir einen Bekannten aus Boppard, der uns auf dem Marktplatz ein schönes Lokal empfahl und mit uns den Nachmittag verbrachte. Parallel zum Essen wurde uns vom Schützenverein eine Parade mit passender Musik präsentiert, zudem entgingen wir den Touristenfallen an der Rheinpromenade.
Gegen 14.30 Uhr wollten wir gestärkt mit der Fähre auf die andere Seite des Rhein übersetzen und in Rüdesheim das gerade stattfindende Harley Treffen besuchen. Allerdings kamen uns die Biker im Rahmen ihrer Tagesausfahrt zuvor. Mehr als 200 Biker strömten auf dem Marktplatz mit Ihren schweren Maschinen zusammen.
Wir beobachteten das Spektakel eine halbe Stunde lang und setzen dann mit der Fähre über den Rhein.
Dann ging es den Rhein immer am Wasser entlang, an der Lorely vorbei bis nach Rüdesheim. Hier ging es nur noch im Schritttempo weiter und der Ort war von Harley Fans und Touristen so überfüllt, sodass wir uns entschlossen unseren Tourabschluss in Heimatnähe durchzuführen. Über Eltville, Wiesbaden und das hessische Ried gelangten wir nach Gernsheim an das Fährufer, ein bekannter Treffpunkt für Biker und Ausflügler.
Ein alkoholfreies Bier und Ideen für die nächste Tour rundeten den erlebnisreichen Tag ab.
Wir freuen uns auf den nächsten Trip!



